Der Mensch als biochemische Fabrik
Wie funktionieren Vitamine überhaupt?
Stellen Sie sich Ihren eigenen Körper doch einmal als eine gigantische biochemische Fabrik vor: In jeder Sekunde laufen in Ihren 70 Billionen Körperzellen mehrere Milliarden biochemische Reaktionen ab.
Vitamine, Mineralien und Spurenelemente beschleunigen all diese Stoffwechselabläufe, ja, sie machen sie überhaupt erst möglich.
Um zum Beispiel ein Hormon herzustellen oder die Nahrung aufzuspalten, laufen die Stoffwechselprozesse wie am Fließband ab.
Sie sind so in Hunderte von Einzelschritten aufgeteilt, die mit Hilfe von Mikronährstoffen planmäßig nacheinander stattfinden.
70% der Erkrankungen werden heute als Ernährungsbedingt eingestuft.
Auch jede einzelne Körperzelle ist eine kleine unabhängige Fabrik. Mit Produktions-anlagen für Eiweißmoleküle, Energiezentralen, Müllverbrennungsanlagen und Kopieranlagen für das Erbgut.
Auch hier werden Mikronährstoffe in fast jedem einzelnen Produktionsschritt gebraucht.
Ihre Zellen sind ständig biochemisch aktiv und legen keine Pause ein. Sie brauchen daher ununterbrochen Mikronährstoff-Nachschub. Das ist wichtig, denn viele Mikronährstoffe können nicht gespeichert werden - wie zum Beispiel die wichtigen wasserlöslichen B-Vitamine.
Fehlt dann am Anfang der Produktionskette ein Vitamin, kann es weiter hinten in der Herstellung, auch nicht weiterlaufen, oder es müssen Umwege gemacht werden.
Der Stoffwechsel verlangsamt sich und Ihre Leistungsfähigkeit fällt ab.
Da die Vitamine wie ein Netzwerk zusammenarbeiten, ist der Stoffwechsel immer nur so stark wie das schwächste Glied in dieser Produktionskette.
Quelle "Risikofaktor Vitaminmangel" Medizinjournalist Andreas Jopp